Zwei Personenhände übergeben sich einen braunen Umschlag über einem Schreibtisch. Im Vordergrund liegt ein Klemmbrett mit einem unterschriftsreifen Dokument, beschriftet mit 'CONTRACT', daneben ein Metallkugelschreiber. Im verschwommenen Hintergrund ist ein geöffneter Laptop sichtbar.

In einem ausführlichen Artikel befasste sich die niederländische Tageszeitung »De Volkskrant« am 20. Juni 2026 damit, wie die Alkoholindustrie seit Jahrzehnten versucht, über Ärzt*innen und vor allem Forscher*innen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung, die Politikgestaltung und die öffentliche Debatte zum Thema Alkohol zu nehmen. Die Journalistin Maud Effting sprach mit mehreren Personen, die ihre Erfahrungen dazu schildern konnten.

Frau in weißem Oberteil hält eine rosa Schleife als Symbol für die Brustkrebsvorsorge in den Händen.

Alkohol ist ein bedeutender vermeidbarer Risikofaktor für Krebs. Dennoch ist der potenzielle krebspräventive Einfluss von bevölkerungsweiten Maßnahmen zur Alkoholkontrolle bislang nicht quantifiziert worden; die vorliegende Studie liefert die ersten entsprechenden Schätzungen für die Europäische Union (EU).

Drei Personen stehen an der Ecke des Paul-Löbe-Hauses in Berlin mit einem Plakat, auf dem steht, dass 109082 Menschen fordern, Alkoholwerbung zu verbieten. Im Hintergrund ist das Gebäude des Bundestages zu sehen.
Carolin Schürmann, Frank Lindemann und Christina Reich zur Übergabe der Petition vor dem Bundestag.

Die Petition »Alkoholwerbung verbieten« stößt auf breite gesellschaftliche Zustimmung und erzielte innerhalb weniger Tage im Februar 2026 zur Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien von NACOA Deutschland über 100.000 Unterschriften.

Gestern übergab Petitendin Carolin Schürmann zusammen mit Christina Reich vom NACOA-Vorstand 109.082 Unterschriften an den Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Dr. Hendrik Streeck. Frank Lindemann vom Team Alkoholpolitik der Guttempler begleitete sie in Berlin.

Porträt von Linda Heitmann, Berichterstatterin für Drogen- und Suchtpolitik der Grünen im Bundestag, neben ihrem Ziatat: Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland noch immer in einem Umfeld auf, in dem Alkohol nahezu selbstverständlich verfügbar und sichtbar ist und breit beworben wird.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat einen umfassenden Antrag zur systematischen Stärkung der Alkoholprävention in Deutschland verabschiedet, den sie Mitte Juni anlässlich der Aktionswoche Alkohol in den Bundestag einbringen wird.

Im Mittelpunkt stehen dabei ein besserer Kinder- und Jugendschutz sowie die Aufforderung an die Bundesregierung, ein umfassendes Alkoholpräventionsgesetz auf den Weg zu bringen. Die Grünen schlagen hierfür verschiedene wirksamere Maßnahmen und Bausteine gegen alkoholbedingte Gesundheitsrisiken vor.