Winterlandschaft mit zugefrorenem Gewässer, auf dem mehrere Personen aktiv sind: Links steht ein Paar mit einem weißen Hund, in der Mitte beugt sich eine Person beim Eislaufen nach vorne, rechts fährt ein Radfahrer mit Helm über das Eis. Im Hintergrund verschneite Uferböschungen, kahle Bäume und Gebäude bei sonnigem Wetter.

Die Vertreterversammlung von EHYT, dem finnischen Verband für Suchtprävention, schlägt vor, die Finanzierung der Arbeit zur Prävention des Substanzkonsums aus den Einnahmen aus dem Verkauf von Substanzen und aus dem Glücksspiel sicherzustellen.

Screenshot vom Follow-the-money-Podcast mit dem Titel 'Big Tobacco shows Big Alcohol how to lobby'.

Alkohol und Tabak stehen beide mit schweren Erkrankungen in Zusammenhang, doch die jeweiligen Industrien haben jahrzehntelang daran Zweifel gesät, dass diese Risiken tatsächlich bestehen. Die Journalistin Irene van den Berg deckte auf, wie Zigarettenkonzerne die Behandlung von durch Rauchen verursachten Erkrankungen finanzierten und gleichzeitig Forschungsarbeiten förderten, um ihren Einfluss auszuweiten.

Nur wenige Monate später enthüllte sie, wie die Alkoholindustrie nach dem gleichen Muster wie die Tabakindustrie vorging, um Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit herunterzuspielen.

Porträt vom lächelnden Autor Pierre Andersson mit Bart und Brille. Im Hintergrund sitzen Geschäftsleute an einem Tisch mit einer leuchtenden holografischen Netzwerk-Weltkarte.

Die wirksamste Waffe der Alkoholindustrie gegen staatliche Initiativen zur Erhöhung der Alkoholsteuern ist die Erstellung eigener »Beweise«. Seit über einem Jahrzehnt finanzieren transnationale Alkoholkonzerne das Unternehmen »Euromonitor International«, um Schätzungen zum illegalen Alkoholkonsum zu erstellen. Diese werden dann über ein Netzwerk aus Lobbygruppen, Medienplatzierungen und Stellungnahmen verbreitet, um wissenschaftlich fundierte Alkoholsteuermaßnahmen anzugreifen und zu untergraben.

Mehrere Hände mit unterschiedlichen Hauttönen sind aufeinandergestapelt, was Zusammenhalt, Diversität und Teamarbeit symbolisiert.

Mit dem Papier »Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums« wenden sich heute über 20 Organisationen an die Entscheidungsträger*innen des Bundestags. So ist ein breites Bündnis aus Fachorganisationen entstanden, das einen besseren Schutz der Bevölkerung vor alkoholbedingten Schäden fordert.