Vier Personen unterschiedlicher Herkunft stehen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mit deutscher Flagge auf dem Dach und blauer Glaskuppel im Hintergrund. Von links: Ein glatzköpfiger Mann im weißen Arztkittel verdeckt weinend sein Gesicht mit den Händen. Daneben hält ein bärtiger Mann mit Tattoos ein großes gelbes Smiley-Gesicht mit Lächeln vor seinen Bauch. Eine Frau mit langen dunklen Haaren hält ein grünes trauriges Smiley-Gesicht und blickt ernst. Rechts hebt eine Frau mit dunklen Locken und Brille abwehrend die Hand und schaut verärgert oder skeptisch. Dies symbolisiert unterschiedliche emotionale Reaktionen auf politische oder gesellschaftliche Themen in Deutschland.

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der ab dem 1. Januar 2027 eine Steuererhöhung um 20 Prozent auf Spirituosen, Sekt und Alkopops vorsieht. Damit sollen Lücken im Bundeshaushalt durch geschätzte jährliche Mehreinnahmen in Höhe von 450 Millionen Euro geschlossen werden.

Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass fast zwei Drittel der Bevölkerung die Maßnahme befürworten. Gleichzeitig kritisieren Mediziner*innen und Suchtforscher*innen, dass die Regierung es versäumt hat, Bier und Wein in die Steuererhöhung einzubeziehen.

Eine umfassende, evidenzbasierte Alkoholsteuer auf alle Alkoholkategorien wäre für die öffentliche Gesundheit weitaus wirksamer und könnte jährlich bis zu fünf Milliarden Euro einbringen.

Ein geschliffenes Kristallglas mit bernsteinfarbenem Whisky steht auf einer hellen Steinoberfläche. Davor liegen sieben runde, weiße Untersetzer in einer vertikalen Reihe, jeder mit einem kreisförmigen braunen Fleck vom Glas markiert.
Schon ein einziges Glas Alkohol kann Spuren hinterlassen. Der niederländische Gesundheitsrat erklärt, dass es keinen unbedenklichen Alkoholkonsum gibt, da es Hinweise darauf gibt, dass Alkohol mit sieben Krebsarten in Verbindung steht.

Der niederländische Gesundheitsrat hat der Regierung empfohlen, vom Alkoholkonsum abzuraten und diesen zu entnormalisieren. Er kam zu dem Schluss, dass es keine sichere Menge an Alkohol gibt. Nach Ansicht des Rates birgt bereits ein Glas Alkohol pro Tag Gesundheitsrisiken, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko.

Papierschnitt-Illustration einer estnischen Präventionskampagne (ETAK): Links eine düstere Szene mit Schnapsflasche, Whiskyglas und Autoschlüsseln auf dunklem Grund. Rechts eine helle, idyllische Szene mit einer Familie (Vater, Mutter, Kind), die Händchen haltend vor einem Haus spazieren, daneben eine Kinderzeichnung und ein Teddybär. Überschrift: 'See kahju on ennetatav' (Dieser Schaden ist vermeidbar). Untertitel: 'Wenn Alkohol andere betrifft, brauchen wir gemeinsame Lösungen.' Die Bildmitte zeigt wellenförmige Papierschichten, die die beiden Welten trennen und verbinden.
»Dieser Schaden ist vermeidbar – wenn andere davon betroffen sind, brauchen wir auch gemeinsame Lösungen.«

Eine neue estnische Aufklärungskampagne mit dem Titel »Kui mõju jõuab teisteni« (»Wenn die Auswirkungen andere erreichen«) wurde ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt der alkoholbedingten Schäden zu lenken, der in der öffentlichen Diskussion oft außer Acht gelassen wird: die Schäden, die andere Menschen als die Konsumierenden selbst erleiden. Die Kampagne wird von der »Eesti tubaka- ja alkoholikahjude vähendamise koda« (ETAK) geleitet, dem estnischen Netzwerk, das sich für die Verringerung der durch Alkohol und Tabak verursachten gesundheitlichen und sozialen Schäden einsetzt.

Frontalansicht des Storting, dem Parlamentsgebäude Norwegens in Oslo. Das historische Gebäude aus hellgelbem Backstein zeigt einen charakteristischen halbrunden Mittelbau mit Rundbogenfenstern, flankiert von zwei Seitenflügeln. Auf dem Dach weht die norwegische Flagge vor strahlend blauem Himmel. Vor dem Gebäude befinden sich eine steinerne Balustrade, Laternen und eine Bronzebüste.

Das Norwegische Institut für öffentliche Gesundheit (FHI) hat eine qualitative Halbzeitbewertung der norwegischen Nationalen Alkoholstrategie für den Zeitraum 2021 bis 2030 veröffentlicht. Die Bewertung wurde vom Ministerium für Gesundheit und Pflege in Auftrag gegeben, das das FHI beauftragte, sowohl die Umsetzung der Strategie zu bewerten als auch zu prüfen, ob Norwegens Ziel einer Senkung des Alkoholkonsums um 20 Prozent im Zeitraum von 2010 bis 2030 mit den derzeitigen politischen Instrumenten realistisch ist.