Ein junges Mädchen aus Sri Lanka und ihre Mutter wärmen sich nach der Arbeit gegenseitig.

Frauen in Sri Lanka leben größtenteils alkoholfrei. Dennoch sind sie nach wie vor mit schwerwiegenden alkoholbedingten Schäden konfrontiert. Und nun nimmt die Alkoholindustrie sie aggressiv ins Visier und nutzt »Ladies’ Night«-Aktionen, trinkfertige alkoholische Produkte und sogar die Sprache der Frauenrechte, um einen neuen Markt zu erschließen.

Nidarshana Sellardui von ADIC Sri Lanka deckt auf, wie diese kalkulierten Taktiken genau jene Missstände verschärfen, unter denen Frauen ohnehin schon leiden: geschlechtsspezifische Gewalt, wirtschaftliche Benachteiligung und Einschränkungen ihrer Freiheit im öffentlichen Leben.

Da die Alkoholindustrie bewusst gegen geltende Vorschriften und Standards verstößt, fordern die Menschen von der Regierung, eine industriefreundliche Haltung abzulehnen und das Recht der Bevölkerung auf ein Leben ohne alkoholbedingte Schäden zu fördern.

Fassade der EU-Kommission mit EU-Flaggen davor.

Eine Koalition aus 18 Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens hat beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine Beschwerde eingereicht und dabei Bedenken geäußert, dass die Europäische Kommission den Interessen der Industrie eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der neuen EU-Weinpolitik eingeräumt habe, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Die Koalition vereint Gesundheits-, Patienten- und zivilgesellschaftliche Gruppen aus ganz Europa.

Eine kleine Gruppe junger Erwachsener sitzt gemeinsam im Gras und verbringt Zeit miteinander. Sie sind alle leger in herbstlicher Kleidung angezogen und lachen, während sie die frische Luft und die gemeinsame Zeit genießen.

Altersgrenzen für den Alkoholkonsum stehen selten im Mittelpunkt der Diskussionen zur Alkoholpolitik. Doch es gibt triftige Gründe, warum dies der Fall sein sollte, schreibt Pierre Andersson. Anhand einer brandneuen US-Studie sowie wegweisender schwedischer und finnischer Forschungsergebnisse zeigt er auf, wie sich die gesetzliche Mindestaltersgrenze für den Alkoholkonsum über Jahrzehnte hinweg auf die Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen auswirkt. Die sich verdichtenden Erkenntnisse liefern überzeugende Argumente dafür, dass 21 das weltweite Mindestalter für den legalen Alkoholkonsum sein sollte.

Ein stark beschädigtes dunkles Auto mit zerstörter Front steht am Straßenrand und ist mit rot-weißem Absperrband markiert. Im Hintergrund sind weitere Fahrzeuge auf einer Straße zu sehen.

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) hat sich für eine Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr ausgesprochen, weil niemand zuverlässig einschätzen könne, wann der geltende Grenzwert von 0,5 Promille erreicht ist und wie Alkohol individuell wirkt. Er plädiert dafür, nur mit 0,0 Promille am Straßenverkehr teilzunehmen.