Rückansicht der Beine eines Läufers bei einem Marathon, mit Fokus auf die orangefarbene Sohle des Laufschuhs, der sich gerade vom Boden abhebt.

In puncto Alkoholpolitik ist Deutschland eines der Schlusslichter in Europa. Niedrige Steuern, ständige Verfügbarkeit und allgegenwärtige Werbung machen Alkohol hierzulande besonders attraktiv. Wie sich der Konsum von Alkohol wirksam eindämmen lässt, zeigen Norwegen, Finnland, Schweden sowie Litauen.

Ein provisorisches Lager auf einem städtischen Bürgersteig: Eine blaue Plane bildet einen Unterstand, davor steht ein roter Einkaufswagen neben einer blauen Kühlbox und mehreren Einkaufstüten. Im Hintergrund sind kahle Bäume, eine Straße mit Ampel und eine Brücke bei bewölktem, trübem Himmel zu sehen.

Das Klischee des drogenkranken Wohnungslosen ist weit verbreitet. Eine neue Studie des Universitätklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt jedoch, dass überdurchschnittlich viele Obdach- oder Wohnungslose abstinent leben.

Porträt von Fredric Schulz, Bundesvorsitzender der Guttempler, neben seinem Zitat am 16.11.25 in der Westfalenpost: Dahinter steht offenbar eine grenzenlose Ahnungslosigkeit davon, was Alkohol gesellschaftlich und individuell anrichtet. Es kann doch nicht sein, dass Politiker*innen nicht wissen, dass Alkoholkonsum jedes Jahr 40.000 Menschen das Leben kostet.

Die Ernennung des SPD-Politikers Dirk Wiese zum »Genussbotschafter« der Spirituosenindustrie sehen die Guttempler*innen als besorgniserregendes Zeichen dafür, dass sich Teile der Politik der realen Tragweite des Alkoholkonsums nicht bewusst sind. Fredric Schulz, Bundesvorsitzender der Guttempler*innen, kritisiert, dass Politiker*innen der Alkoholindustrie mit solchen Ehrenämtern ein gesellschaftliches Gütesiegel verleihen, während sie die massiven Schäden, die Alkohol Jahr für Jahr anrichtet, ausblenden.