Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol- und Nikotin-Marketing
Alkoholwerbung
Da das wirtschaftliche Überleben in der freien Marktwirtschaft davon abhängig ist, ständig neben der Erhaltung seines Marktanteils neue Kund*innen gewinnen zu müssen, wendet sich auch die Alkoholwerbung zwangsläufig an die heranwachsenden Konsument*innen, also Kinder und Jugendliche.
Eine schnelle Literaturrecherche zu den Auswirkungen von Alkoholwerbung auf Menschen mit Alkoholproblemen oder einem erhöhten Risiko dafür
- von Frank Lindemann
Foto KI-generiert
Eine Schnellübersicht untersuchte die Auswirkungen von Alkoholwerbung auf Menschen mit einer Alkoholkonsumstörung, auf Menschen in der Genesung von einer Alkoholkonsumstörung sowie auf risikoreiche und starke Alkoholkonsument*innen. Die Ergebnisse der 10 eingeschlossenen Studien deuten darauf hin, dass Alkoholwerbung bei diesen Bevölkerungsgruppen wahrscheinlich eine Wirkung hat.
Alibi-Marketing? Surrogat-Marketing? Brand-Sharing?
- von Nathan Critchlow, John Holmes, Niamh Fitzgerald
Welches ist die korrekte Terminologie, um das Marketing von alkoholfreien und alkoholarmen Produkten zu diskutieren, die das Branding mit Produkten mit normalem Alkoholgehalt teilen?
Es muss unterschieden werden zwischen Alibi-Marketing, bei dem für alkoholische Getränke mit normalem Alkoholgehalt geworben wird, ohne den Markennamen zu nennen, und Surrogat-Marketing oder Brand-Sharing, bei dem für alkoholfreie oder alkoholarme Produkte geworben wird, die den Markenkern eines Produkts mit normalem Alkoholgehalt verwenden. Diese Unterscheidung ist wichtig, um klare Maßnahmen zur Kontrolle des Alkoholmarketings zu entwickeln und durchzusetzen.
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Ein begrenzter Forschungsansatz führt zu falschen Schlussfolgerungen
- von Sally Casswell
Es ist enttäuschend, dass die Addiction-Publikation »Restricting alcohol marketing to reduce alcohol consumption: A systematic review of the empirical evidence for one of the best buys« (Einschränkung des Alkoholmarketings zur Verringerung des Alkoholkonsums: Ein systematischer Überblick über die empirische Evidenz für eine der besten Maßnahmen) zu der irreführenden Schlussfolgerung kommt, dass die Evidenz ein Verbot von Alkoholmarketing als »best buy« nicht rechtfertigt (obwohl sie Belege für die Auswirkungen der Exposition gegenüber Alkoholmarketing erwähnt, wie zum Beispiel den Beginn des Alkoholkonsums und einen höheren Alkoholkonsum).
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