Ein Gruppe von Demonstrant*innen zieht bei einer 'Recovery Walk'-Veranstaltung durch eine Innenstadtstraße. Sie tragen transparente und handgeschriebene Schilder mit Botschaften wie 'Ich bin so stolz auf uns', 'Freiheit' und 'Voll schön hier', sowie ein großes blaues Banner mit der Aufschrift 'Recovery Walk'. Im Vordergrund wird auch ein rotes Banner des 'Recovery Deutschland e.V.' gezeigt. Die Menge ist bunt gemischt und schreitet an alten, mehrstöckigen Gebäuden vorbei.

Gemeinsam ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe suchtkranker Menschen setzen und die Stigmatisierung bekämpfen: Genau das war das Ziel des Recovery Walks, der am 12. September 2026 erstmals in Düsseldorf stattfand. Nach der Deutschlandpremiere im vergangenen Jahr in Leipzig waren in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt rund 500 Menschen zusammengekommen, die gemeinsam auf die Straße gingen.

Drei Männer auf einer Bühne im Landtag NRW: Einer spricht in ein Mikrofon, die anderen hören zu. Im Hintergrund Banner des Fachausschusses Suchtselbsthilfe mit dem Motto 'Wir sind Vielfalt'.
Beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des FAS NRW diskutierten Björn Peterburs (JES NRW) und Ingo Häfner (Kreuzbund DV Essen) mit Moderator Bernd Hoeber unter anderem über persönliche Wege, Drogenhilfe und unterschiedliche Zugänge zu Unterstützung und Selbsthilfe. Foto: Ludolf Dahmen

Am 11. September haben rund 170 Gäste aus Suchtselbsthilfe, professioneller Suchthilfe, Politik und Gesundheitswesen im Landtag Nordrhein-Westfalen das 25-jährige Bestehen des Fachausschusses Suchtselbsthilfe (FAS NRW) gefeiert. Unter dem Motto »Brücken bauen für mehr Teilhabe und Akzeptanz« stand dabei nicht nur die Rückschau auf die vergangenen 25 Jahre im Mittelpunkt, sondern vor allem die zukünftige Rolle der Suchtselbsthilfe.

Geöffnete weiße Runddose mit Nicotinbeuteln (Snus-Pouches) darin und einige Beutel davor auf dunkler Marmoroberfläche. Der Deckel steht angelehnt dahinter.

Mit einem breiten Bündnis aus mehr als 60 Verbänden, Organisationen und Fachgesellschaften appelliert unsere Initiative »Kinder ohne Alkohol und Nikotin« an die Bundesregierung, das bestehende Verbot des Inverkehrbringens von Nikotinbeuteln in Deutschland beizubehalten und konsequent durchzusetzen. Eine Aufhebung dieses Verbots wäre aus Sicht des Jugend- und Gesundheitsschutzes das falsche Signal. Mit großer Sorge beobachten wir deshalb Bestrebungen, die eine Zulassung des Verkaufs von Nikotinbeuteln in Deutschland zum Ziel haben.

Collage: Links hält ein lächelndes Paar gemeinsam ein Ultraschallbild eines Babys in die Kamera; rechts stehen dunkle Bierflaschen in gelblichem Licht. In der Mitte ein rundes Porträt einer lächelnden Frau mit kurzen grauen Locken und grauem Pullover: Kristína Šperková, Präsidentin von Movendi International.

Kinder haben ein Recht darauf, vor vorhersehbaren und vermeidbaren Schäden geschützt zu werden, doch leben Millionen von Menschen mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) – einer Erkrankung, für deren Prävention den Regierungen bereits die Mittel zur Verfügung stehen.

In ihrer Kolumne zum Internationalen FASD-Tag erläutert Kristína Šperková, Präsidentin von Movendi International, warum FASD eines der deutlichsten Beispiele für die soziale Dimension alkoholbedingter Schäden ist und warum der Schutz von Kindern vor FASD eine Menschenrechtsfrage ist, die auf der Agenda jeder Regierung stehen sollte.

Außerdem deckt sie auf, wie die Alkoholindustrie den Kinderschutz behindert, indem sie Zweifel sät, bewährte politische Maßnahmen untergräbt und die Einführung von Warnhinweisen verzögert. Und Kristína skizziert eine Reihe von Maßnahmen, die Regierungen ergreifen sollten, um ihr Versprechen gegenüber jedem Kind einzuhalten.