Nahaufnahme einer Frau mit einem blauen Auge und verletzter Haut, die sich mit der Hand den Mund zuhält, vor schwarzem Hintergrund.

Jede dritte Frau auf der Welt ist der Gewalt ihres Partners ausgesetzt, und Alkohol trägt in 65 Prozent der Fälle dazu bei.

Im Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verringerung der Gewalt gegen Frauen ist der Alkoholkonsum einer von fünf Faktoren, die angegangen werden müssen, um diese Gewalt zu verringern.

100-Euro-Schein im Vordergrund, unscharfes Mikroskop im Hintergrund als Symbol für Forschungsfinanzierung.

Industrien, deren Geschäftsmodell auf der Vermarktung von Produkten beruht, die abhängig machen oder die Gesundheit schädigen, beeinflussen Forschung, Evidenzbildung und Gesundheitspolitik. Dazu zählen die Tabak- und Nikotinindustrie, die Alkohol- und Cannabisunternehmen sowie die Glücksspiel- und Sportwettenanbieter. Ihre Strategien reichen von industriefinanzierter Forschung über Sponsoring bis zu PR-Kampagnen und Lobbying. Dies führt zu systematischen Interessenkonflikten, die die wissenschaftliche Integrität und Glaubwürdigkeit gefährden.

Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat einen Kodex für den Umgang von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit diesen Industrien formuliert. Dieser fordert die grundsätzliche Ablehnung von Geld- und Sachzuwendungen sowie von wechselseitigen Gegenleistungen. Darüber hinaus spricht er sich für die Vermeidung von Kooperationen mit von der Industrie unterstützten Personen und Organisationen sowie für die konsequente Offenlegung aller relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Interessenkonflikte der vergangenen fünf Jahre aus. Dieser Kodex wird von folgenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften unterstützt:

Altersverifikation im Supermarkt: Eine Person hält ein Smartphone mit digitalem Ausweis und grünem Häkchen an ein Lesegerät an der Kasse, auf dem Kassenband stehen zwei Flaschen Bier.
Bild KI-generiert

Das dänische Parlament wird die erste Lesung eines Gesetzentwurfs durchführen, der es stationären Geschäften erlaubt, beim Verkauf von Alkohol, Tabak und Nikotinprodukten elektronische Altersüberprüfungen durchzuführen. Der am 8. Oktober eingebrachte Gesetzentwurf L 52 sieht zudem eine strengere Überwachung des Alkoholverkaufs in unbeaufsichtigten Geschäften vor.

Eine schwangere Frau in einem weißen Kleid und ihr Partner halten gemeinsam ihren Babybauch vor einer grünen Pflanzenwand. Unten links ist ein Warnhinweis eingeblendet: 'VORSICHT BEI SCHWANGERSCHAFT – Alkohol kann Ihr Baby lebenslang schädigen'.

Die AOK Baden-Württemberg hat die Lebenszeitkosten von Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) für Baden-Württemberg erstmals wissenschaftlich unabhängig ermitteln lassen. Im Rahmen einer Hochrechnung ergeben sich für einen einzigen Geburtsjahrgang Gesamtkosten von bis zu 53,1 Milliarden Euro. Die Ergebnisse beruhen auf fundierten Schätzungen der Lebenszeitkosten und unterstreichen die Bedeutung frühzeitiger Prävention bereits vor und während der Schwangerschaft.