Drei Personen in formeller Kleidung stehen nebeneinander vor einem dunklen, gelblich getönten und von Nebel umgebenen Hintergrund. In der Mitte eine Frau mit kurzen Haaren, flankiert von zwei Männern in Anzügen, alle mit ernstem Gesichtsausdruck.

Alkohol ist eines von fünf kommerziellen Produkten, die für 31 % aller Todesfälle weltweit pro Jahr verantwortlich sind – so das Ergebnis einer bedeutenden neuen Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Darin wird die Alkoholindustrie in einen breiteren Zusammenhang gestellt, in dem Unternehmen systematisch die Wissenschaft und die Politikgestaltung im Bereich der öffentlichen Gesundheit untergraben.

Infostand der Guttempler bei der DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.
Infostand der Guttempler bei der 64. DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.

Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit einhergehende Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenscheinlicher. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen.

Winterlandschaft mit zugefrorenem Gewässer, auf dem mehrere Personen aktiv sind: Links steht ein Paar mit einem weißen Hund, in der Mitte beugt sich eine Person beim Eislaufen nach vorne, rechts fährt ein Radfahrer mit Helm über das Eis. Im Hintergrund verschneite Uferböschungen, kahle Bäume und Gebäude bei sonnigem Wetter.

Die Vertreterversammlung von EHYT, dem finnischen Verband für Suchtprävention, schlägt vor, die Finanzierung der Arbeit zur Prävention des Substanzkonsums aus den Einnahmen aus dem Verkauf von Substanzen und aus dem Glücksspiel sicherzustellen.

Screenshot vom Follow-the-money-Podcast mit dem Titel 'Big Tobacco shows Big Alcohol how to lobby'.

Alkohol und Tabak stehen beide mit schweren Erkrankungen in Zusammenhang, doch die jeweiligen Industrien haben jahrzehntelang daran Zweifel gesät, dass diese Risiken tatsächlich bestehen. Die Journalistin Irene van den Berg deckte auf, wie Zigarettenkonzerne die Behandlung von durch Rauchen verursachten Erkrankungen finanzierten und gleichzeitig Forschungsarbeiten förderten, um ihren Einfluss auszuweiten.

Nur wenige Monate später enthüllte sie, wie die Alkoholindustrie nach dem gleichen Muster wie die Tabakindustrie vorging, um Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit herunterzuspielen.