Nachrichten aus Europa
»Dringlichkeit«: Das Wort, das der Weinindustrie die Vereinnahmung der EU-Politik erleichtert
- von Frank Lindemann

In dieser Analyse deckt Sindra Berndt auf, wie die Europäische Kommission das einzige Wort »Dringlichkeit« einsetzte, um der Weinindustrie privilegierten Zugang zu verschaffen, damit diese die EU-Politik in ihrem eigenen engen Interesse mitgestalten konnte, während die öffentliche Konsultation umgangen, auf eine Folgenabschätzung verzichtet und Stimmen aus dem Bereich der öffentlichen Gesundheit ausgeblendet wurden.
Baltikum als Vorbild für Reformen zur Alkoholkontrolle in der Europäischen Union
- von Frank Lindemann

Zwischen 2000 und 2022 haben Litauen, Estland und in geringerem Maße auch Lettland 16 bedeutende Maßnahmen der Alkoholpolitik umgesetzt, die darauf abzielten, die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern und die Alkoholsteuern zu erhöhen. Es zeigte sich, dass diese Maßnahmen – über die langfristigen regionalen Trends hinaus – den Pro-Kopf-Alkoholkonsum, die Gesamtsterblichkeit sowie die alkoholbedingte Sterblichkeit erfolgreich gesenkt, die Alkoholkonsumgewohnheiten verändert und Ungleichheiten bei der Sterblichkeit verringert haben. Dieser Beitrag konzentriert sich auf neue Erkenntnisse seit 2022 und bietet eine Perspektive darauf, was andere Länder mit hohem Einkommen innerhalb der Europäischen Union (EU) und darüber hinaus aus den Erfahrungen der baltischen Staaten, insbesondere Litauens, lernen können.
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Gesundheitsorganisationen reichen Beschwerde gegen die EU-Weinpolitik ein – wegen Ungleichgewichts bei der Entscheidungsfindung
- von Frank Lindemann

Eine Koalition aus 18 Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens hat beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine Beschwerde eingereicht und dabei Bedenken geäußert, dass die Europäische Kommission den Interessen der Industrie eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der neuen EU-Weinpolitik eingeräumt habe, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Die Koalition vereint Gesundheits-, Patienten- und zivilgesellschaftliche Gruppen aus ganz Europa.
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