Die Flaggen der baltischen Staaten – Lettland, Litauen und Estland – wehen an weißen Fahnenmasten auf einem Sandstrand neben dem Meer unter einem blau-weißen Wolkenhimmel.

Zwischen 2000 und 2022 haben Litauen, Estland und in geringerem Maße auch Lettland 16 bedeutende Maßnahmen der Alkoholpolitik umgesetzt, die darauf abzielten, die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern und die Alkoholsteuern zu erhöhen. Es zeigte sich, dass diese Maßnahmen – über die langfristigen regionalen Trends hinaus – den Pro-Kopf-Alkoholkonsum, die Gesamtsterblichkeit sowie die alkoholbedingte Sterblichkeit erfolgreich gesenkt, die Alkoholkonsumgewohnheiten verändert und Ungleichheiten bei der Sterblichkeit verringert haben. Dieser Beitrag konzentriert sich auf neue Erkenntnisse seit 2022 und bietet eine Perspektive darauf, was andere Länder mit hohem Einkommen innerhalb der Europäischen Union (EU) und darüber hinaus aus den Erfahrungen der baltischen Staaten, insbesondere Litauens, lernen können.

Fassade der EU-Kommission mit EU-Flaggen davor.

Eine Koalition aus 18 Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens hat beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine Beschwerde eingereicht und dabei Bedenken geäußert, dass die Europäische Kommission den Interessen der Industrie eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der neuen EU-Weinpolitik eingeräumt habe, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu gewährleisten. Die Koalition vereint Gesundheits-, Patienten- und zivilgesellschaftliche Gruppen aus ganz Europa.

KI-generierte Nahaufnahme eines Glases Weißwein mit dem Warnhinweis 'WARNUNG: Alkohol verursacht Krebs'. Das Glas steht auf einem hölzernen Tisch neben Dokumenten und einem Wasserglas. Im unscharfen Hintergrund ist ein offizieller Sitzungssaal mit Personen in Anzügen und EU-Flaggen zu erkennen.Foto KI-generiert

Die Debatte über die Kennzeichnung von Alkohol ist wieder in den Mittelpunkt der EU-Krebsbekämpfungspolitik gerückt, nachdem der Ausschuss für öffentliche Gesundheit des Europäischen Parlaments am 23. März 2026 einen neuen Berichtsentwurf zur Umsetzung des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung veröffentlicht hat. In dem Text bedauert der Ausschuss die begrenzten Fortschritte bei der Einführung verbindlicher Zutatenlisten und Gesundheitswarnungen auf alkoholischen Getränken und fordert die Europäische Kommission auf, »ohne weitere Verzögerung« Gesetzesvorschläge vorzulegen.