Eine Grafik mit der Überschrift 'Alkohol: Eine große vermeidbare Ursache für Krebs'. Eine Hand macht eine Stopp-Geste vor einem Glas mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit, das von einer anderen Person gehalten wird. Darunter steht 'IARC Evidence Summary Brief No. 6'.

In ihrer sechsten Evidenz-Zusammenfassung hebt die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Alkohol als eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Krebs hervor. Trotz wachsender Besorgnis im Bereich der öffentlichen Gesundheit nimmt der Alkoholkonsum in mehreren Regionen der Welt weiter zu, darunter Amerika, der westliche Pazifikraum, Subsahara-Afrika und Südostasien. Der Konsum ist derzeit in Europa am höchsten, wo das Bewusstsein nach wie vor gering ist: Weniger als die Hälfte der Menschen weiß, dass Alkohol Krebs verursachen kann.

In einem düster beleuchteten Wohnzimmer hält eine Frau zwei Kinder schützend im Arm, beide blicken besorgt auf einen Mann, der mit dem Rücken zur Kamera steht und eine Flasche in der Hand hält.
Foto KI-generiert

Weltweit tragen Frauen und Kinder die Hauptlast des Alkoholkonsums von Männern und sind mit Gewalt, finanziellen Schwierigkeiten und einem zerstörten Leben konfrontiert. Regierungen versäumen es, diese Auswirkungen anzugehen, wodurch Familien schutzlos bleiben. Es ist an der Zeit, sich mit den geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Alkoholkonsums auseinanderzusetzen und Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Frauen und Kinder zu fordern. Unsere neue globale Forschungszusammenfassung deckt die versteckten Schäden des Alkoholkonsums von Männern auf und zeigt, dass politische Entscheidungsträger*innen dringend handeln müssen.

Vier Menschen – eine ältere Frau im Vordergrund und drei jüngere Frauen im Hintergrund – schauen mit ernsten, besorgten Gesichtern auf einen Laptop. Die Szene wirkt angespannt und emotional. Im Hintergrund ist das Gebäude der Vereinten Nationen mit gelbem Himmel und wehenden UN-Flaggen zu sehen.

Die endgültige politische Erklärung der Vereinten Nationen zu nichtübertragbaren Krankheiten und psychischer Gesundheit liefert trotz einiger bescheidener Fortschritte keine sinnvolle Antwort auf die durch Alkohol verursachten Schäden.

Die eingehende Analyse von Movendi International zeigt, wie die Einmischung der Alkoholindustrie die wichtigsten Elemente des Entwurfs angegriffen hat, was zu sechs großen verpassten Chancen in der endgültigen Erklärung geführt hat – von gestrichenen Zielen und ausgelassenen SAFER-Maßnahmen bis hin zu vagen Formulierungen und mangelnder Rechenschaftspflicht. Dieses politisch kompromittierte Ergebnis untergräbt globale Verpflichtungen und verzögert dringend notwendige Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, der Rechte und der Zukunft der Menschen mit Hilfe von vernünftiger Alkoholpolitik.