Werbegrafik für das DHS-Jahrbuch Sucht 2026: Links unscharf geblätterte Buchseiten, rechts das Jahrbuchcover mit der Nummer 26, DHS-Logo und unscharfer Menschenmenge im Hintergrund. Überlagerter Text: 'Suchtpolitik muss evidenzbasiert und frei von Ideologien sein.' Unten die Webadresse www.alkoholpolitik.de sowie Social-Media-Links.

Das »DHS-Jahrbuch SUCHT 2026«, herausgegeben von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), ist gestern erschienen. Es berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zur Medikamentenabhängigkeit und zum Suchtverhalten in Deutschland. Es enthält wissenschaftlich fundierte Zahlen, Daten und Fakten sowie Analysen und Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.

Lächelndes, vielfältiges Publikum in Businesskleidung applaudiert sitzend bei einer Konferenz in einem hellen, modernen Veranstaltungsraum.

Das gesetzliche Krankenversicherungssystem in Deutschland steht vor einer erheblichen Finanzlücke: Die Ausgaben werden im Jahr 2025 um 7,8 % steigen, und Prognosen gehen von einem Defizit von 15 Milliarden Euro bis 2027 aus. Um dem entgegenzuwirken, hat eine Expertenkommission 66 Empfehlungen für ein umfassendes Reformpaket erarbeitet, das die Einführung und Erhöhung von Steuern auf ungesunde Produkte vorsieht.

Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Erhöhung der Steuern auf alkoholische Getränke, wodurch jährlich 0,6 Milliarden Euro eingenommen werden sollen. Gleichzeitig soll der Alkoholkonsum der Bevölkerung gesenkt, Schäden verhindert und die Gesundheitskosten gesenkt werden   was dazu beiträgt, den Druck auf die Krankenkassen zu verringern.

Nahaufnahme eines Jungen mit braunen Locken, der hinter zwei glänzenden Ballons in Weiß und leuchtendem Grün hervorblickt. Im Hintergrund ist ein unscharfes, goldenes Weizenfeld zu sehen.

Jugendliche schützen, Gesundheitskosten senken, Staatseinnahmen erhöhen: unter diesem Motto ruft die »Initiative Kinder ohne Alkohol und Nikotin« die Bundesregierung dazu auf, die Preise von Tabak- und Nikotinprodukten zu erhöhen.