Publikum von hinten bei einer Konferenz: Zahlreiche Zuhörer*innen sitzen in Reihen und blicken auf eine Bühne, auf der ein Redner am Pult steht. Im Hintergrund sind eine Leinwand mit dem Schriftzug 'open minds' sowie mehrere Flaggen zu sehen.

Das 20. wissenschaftliche Gespräch der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht), das vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Leipzig stattfinden wird, ist eine dreitägige, multiprofessionelle Tagung zur Stigmatisierung von Suchterkrankungen. Sie wird sich mit aktuellen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und klinischen Entwicklungen befassen, die für das Suchtstigma relevant sind.

Nahaufnahme eines Buchrückens mit der Aufschrift 'GRUNDGESETZ für die Bundesrepublik Deutschland' auf der deutschen Bundesflagge. Darunter steht: 'Vorgeschlagener Artikel 2, Absatz 3: Jeder hat das Recht auf körperliche, geistige und seelische Gesundheit. Sie auch durch Aufklärung, Vorbeugung und Krankheitsvermeidung zu schützen und zu erhalten, ist Aufgabe jeder staatlichen Gewalt.'

Deutschland steht vor einer strukturellen Gesundheitskrise. Nicht übertragbare und lebensstilbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes Typ 2, Krebs oder psychische Erkrankungen verursachen hohe Sterblichkeit, wachsende Krankheitslast und erhebliche volkswirtschaftliche Schäden. Gleichzeitig steigen die Gesundheitsausgaben kontinuierlich, während Prävention im Verhältnis nur einen geringen Anteil der Mittel erhält. Das System reagiert überwiegend kurativ statt präventiv.

Infostand der Guttempler bei der DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.
Infostand der Guttempler bei der 64. DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.

Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit einhergehende Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenscheinlicher. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen.