Grafik zum Aktionstag Suchtberatung »Kommunal wertvoll!« am 12. November 2026. Auf weißem Hintergrund ist ein Netzwerk aus kreisförmigen Punkten in Grau, Rot und Olivgrün dargestellt, die durch dünne Linien miteinander verbunden sind.

Suchtberatungsstellen bieten Beratung, Behandlung, Begleitung, Unterstützung und Stabilisierung für suchtkranke Menschen in Krisen und dauerhaft herausfordernden Lebenssituationen. Damit bieten sie vor Ort eine unverzichtbare Hilfe für suchtgefährdete und abhängigkeitskranke Menschen sowie deren Angehörige. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben, die sich auf verschiedenen Ebenen bewegen und in ihrer Zusammensetzung ein Alleinstellungsmerkmal der Suchtberatung darstellen. Suchtberatungsstellen leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft.

Der nächste Aktionstag Suchtberatung findet am 12. November 2026 auf Initiative der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) unter dem Schwerpunktthema »Nah, wirksam, unverzichtbar« statt. Suchtberatungsstellen in ganz Deutschland werden sich mit eigenen Aktionen daran beteiligen.

Drei Personen stehen an einem Messestand der App SoberCircle: ein Mann mit Brille und dunklem Anzug, eine Frau mit rosa T-Shirt und ein lächelnder Mann im dunklen Anzug. Im Hintergrund ein Roll-up-Banner mit dem Slogan ‚go sober, be free' und einer lachenden Frau sowie ein Prospekttisch mit Infomaterial.
»Guter Austausch, viele Gespräche.« Simone Giehl vom Guttempler-Bundesvorstand betreute den Infostand. Hier mit DHS-Vorstandsmitglied Abousoufiane Akka und Maik Dünnbier von Movendi International.

Unter dem Titel »Öffentlicher Raum & Verborgene Welten« widmete sich die 65. Fachkonferenz SUCHT der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) aktuellen Herausforderungen und neuen Perspektiven in der Suchthilfe – von digitalen Abhängigkeiten und urbanen Drogenszenen bis zu Sucht im Alter. Die Rückmeldungen würdigten die fundierten, lebendig präsentierten Fachbeiträge und die wertvollen Einsichten.

100-Euro-Schein im Vordergrund, unscharfes Mikroskop im Hintergrund als Symbol für Forschungsfinanzierung.

Industrien, deren Geschäftsmodell auf der Vermarktung von Produkten beruht, die abhängig machen oder die Gesundheit schädigen, beeinflussen Forschung, Evidenzbildung und Gesundheitspolitik. Dazu zählen die Tabak- und Nikotinindustrie, die Alkohol- und Cannabisunternehmen sowie die Glücksspiel- und Sportwettenanbieter. Ihre Strategien reichen von industriefinanzierter Forschung über Sponsoring bis zu PR-Kampagnen und Lobbying. Dies führt zu systematischen Interessenkonflikten, die die wissenschaftliche Integrität und Glaubwürdigkeit gefährden.

Der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) hat einen Kodex für den Umgang von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit diesen Industrien formuliert. Dieser fordert die grundsätzliche Ablehnung von Geld- und Sachzuwendungen sowie von wechselseitigen Gegenleistungen. Darüber hinaus spricht er sich für die Vermeidung von Kooperationen mit von der Industrie unterstützten Personen und Organisationen sowie für die konsequente Offenlegung aller relevanten finanziellen und nichtfinanziellen Interessenkonflikte der vergangenen fünf Jahre aus. Dieser Kodex wird von folgenden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften unterstützt: