Weißer Rauch vor gelb gefärbtem Alpenpanorama im Hintergrund.

Die Schweiz ist und bleibt ein Paradies für die Tabaklobby. Im neuen Global Tobacco Industry Interference Index belegt sie erneut den zweitletzten Platz von 100 Ländern – nur die Dominikanische Republik schneidet noch schlechter ab. Der Bericht zeigt, wie stark die Tabakindustrie weiterhin Einfluss auf die Schweizer Politik nimmt.

Eine vielfältige Gruppe von sechs jungen Erwachsenen steht Arm in Arm auf einer sonnigen Wiese. Sie lachen ausgelassen und kicken synchron ein Bein in die Luft, im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.

Der nächste Nationale Aktionstag Alkoholprobleme findet am 21. Mai 2026 schweizweit statt. An diesem Tag haben Fachstellen die Möglichkeit, mit vielfältigen Aktivitäten die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und auf bestehende Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

Blick über die Aare auf das Bundeshaus in Bern.

Im Januar 2023 hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO öffentlich festgehalten: »Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge!« Diese im Fachjournal »The Lancet« festgehaltene Erkenntnis rief im Bundeshaus den St. Galler Mitte-Ständerat Benedikt Würth auf den Plan. Er behauptete in einer parlamentarischen Anfrage (Interpellation), die Studie sei einseitig und dramatisiere die Risiken, und ihr Autor Tim Stockwell stehe »in engem Kontakt mit einer militanten Abstinenzbewegung«. Gemeint ist damit Movendi International; Würth übernahm hier die Sprachregelung der Alkoholindustrie. Der Interpellant beklagte die durch den Konsumrückgang verursachten »maßgeblichen Schäden« für die »betroffenen Branchen«; so sei der Weinkonsum deutlich zurückgegangen.