Kristína Šperková, Präsidentin von Movendi Schweden, in einem weißen strukturierten Pullover, steht selbstbewusst mit den Händen auf den Hüften vor einer hellen Wand. Sie trägt eine Smartwatch am linken Handgelenk.

Movendi Schweden hat als Reaktion auf die jüngsten und geplanten Änderungen der schwedischen Alkoholpolitik eine scharfe Stellungnahme abgegeben. Die Organisation warnt davor, dass Entscheidungen wie die Abschaffung der Speiseverpflichtung, die Verlängerung der Ausschankzeiten, die Einführung des Direktverkaufs auf Bauernhöfen und nun der Vorschlag von Ministerpräsident Ulf Kristersson, das Mindestalter für den Kauf bei Systembolaget von 20 auf 18 Jahre zu senken, eines der weltweit wirksamsten Modelle der Alkoholpolitik zu schwächen drohen. Movendi kritisiert, dass diese Änderungen trotz eindeutiger Belege dafür vorgenommen werden, dass sie alkoholbedingte Schäden und Todesfälle erhöhen werden.

Grafische Darstellung eines geplanten Gesundheitshinweises für alkoholische Produkte, der mit einem hölzernen Stempel und der roten Aufschrift ‚DENIED‘ (abgelehnt) als gescheitert markiert ist. Der etikettartige Hinweis enthält die Texte ‚1.500 vermeidbare Todesfälle pro Jahr‘, ‚Das Recht auf Information‘, ‚Öffentliche Gesundheit vor privatem Reichtum‘ und ‚Vorreiterrolle der Regierung‘ sowie ein Warnsymbol mit einer durchgestrichenen, alkoholtrinkenden schwangeren Frau. Die Darstellung kritisiert die Ablehnung verpflichtender Gesundheitshinweise auf Alkohol.

Vor vierzig Jahren in diesem Monat unterzeichnete der damalige Gesundheitsminister Barry Desmond eine Verordnung, die Gesundheitswarnungen auf Zigarettenpackungen vorschrieb. Trotz aller verfügbaren Belege, die seine Entscheidung stützten, wurde dieser Schritt von einer Industrie bekämpft, verzögert und verspottet, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse anzweifelte und deutlich machte, dass wirtschaftlicher Gewinn für sie wichtiger sei als die öffentliche Gesundheit.

Surrealer Anglerfisch, dessen Körper aus zahlreichen E-Zigaretten, Vape-Pens und Verdampfern zusammengesetzt ist, mit einer grün leuchtenden Vape-Cartomizer als Leuchtangel in dunkelblauer Tiefsee.

Seit Jahrzehnten tragen Maßnahmen zur Tabakkontrolle dazu bei, die Raucherquoten zu senken und Millionen von Menschenleben zu retten. Doch während die Länder ihre Vorschriften verschärften, passte die Tabak- und Nikotinindustrie ihre Strategien an.

Rückansicht von jungen Schüler*innen mit Rucksäcken, die eine Straße entlanggehen.

Die Ergebnisse der Erhebung »Gesundheit und Lifestyle« zum Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten in der Schweiz haben gezeigt: Die meist fruchtigen und süßen Aromen sind einer der Hauptgründe, warum Jugendliche konsumieren. Es ist deshalb wohl kein Zufall, dass die Tabakindustrie nun sämtliche Nikotinprodukte mit entsprechenden Aromen anbietet: Sie zielt ganz bewusst auf Jugendliche ab. Diese Candyfizierung muss gestoppt werden!