Infostand der Guttempler bei der DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.
Infostand der Guttempler bei der 64. DHS-Fachkonferenz Sucht 2025 in Potsdam.

Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit einhergehende Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenscheinlicher. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen.

Winterlandschaft mit zugefrorenem Gewässer, auf dem mehrere Personen aktiv sind: Links steht ein Paar mit einem weißen Hund, in der Mitte beugt sich eine Person beim Eislaufen nach vorne, rechts fährt ein Radfahrer mit Helm über das Eis. Im Hintergrund verschneite Uferböschungen, kahle Bäume und Gebäude bei sonnigem Wetter.

Die Vertreterversammlung von EHYT, dem finnischen Verband für Suchtprävention, schlägt vor, die Finanzierung der Arbeit zur Prävention des Substanzkonsums aus den Einnahmen aus dem Verkauf von Substanzen und aus dem Glücksspiel sicherzustellen.

Screenshot vom Follow-the-money-Podcast mit dem Titel 'Big Tobacco shows Big Alcohol how to lobby'.

Alkohol und Tabak stehen beide mit schweren Erkrankungen in Zusammenhang, doch die jeweiligen Industrien haben jahrzehntelang daran Zweifel gesät, dass diese Risiken tatsächlich bestehen. Die Journalistin Irene van den Berg deckte auf, wie Zigarettenkonzerne die Behandlung von durch Rauchen verursachten Erkrankungen finanzierten und gleichzeitig Forschungsarbeiten förderten, um ihren Einfluss auszuweiten.

Nur wenige Monate später enthüllte sie, wie die Alkoholindustrie nach dem gleichen Muster wie die Tabakindustrie vorging, um Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit herunterzuspielen.

Vier Frauen und vier Männer sitzen an einem U-förmig angeordneten Holztisch in einem kreativen Besprechungsraum und führen eine Diskussionsrunde. Auf dem Tisch stehen Wassergläser und Notizen. Im Hintergrund befinden sich Holzregale mit Pflanzen, Büchern, Kunstwerken und Dekorationsgegenständen sowie ein Fenster mit Jalousien auf der linken Seite. Der Raum hat einen polierten Holzboden und weiße Wände.

Die Alkoholpolitik im Vereinigten Königreich muss vor dem Einfluss der Industrie geschützt werden und sich an der öffentlichen Gesundheit orientieren, nicht an kommerziellen Interessen. Dies war die klare Botschaft einer von der »Society for the Study of Addiction« (SSA) organisierten Podiumsdiskussion, bei der sich am 4. Februar 2026 in Sheffield Expert*innen aus Forschung, klinischer Praxis, dem Bereich der öffentlichen Gesundheit sowie Betroffene trafen, um den aktuellen Stand der Alkoholpolitik und die Notwendigkeit einer neuen nationalen Alkoholstrategie zu erörtern.