Eine Hand hält einen Fächer aus Euro-Geldscheinen vor einem weitläufigen, grünen Weinberg.

Mit großer Sorge nehmen die Guttempler in Nordrhein-Westfalen die Pläne der Bundesregierung zur Kenntnis, Werbemaßnahmen für Wein als »kulturelles Gut« zu fördern. Eine solche Initiative steht in deutlichem Widerspruch zu den gesundheitspolitischen Zielen Deutschlands und den Empfehlungen nationaler und internationaler Fachinstitutionen zum Umgang mit Alkohol.

Eine Grafik mit der Überschrift 'Alkohol: Eine große vermeidbare Ursache für Krebs'. Eine Hand macht eine Stopp-Geste vor einem Glas mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit, das von einer anderen Person gehalten wird. Darunter steht 'IARC Evidence Summary Brief No. 6'.

In ihrer sechsten Evidenz-Zusammenfassung hebt die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Alkohol als eine der wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Krebs hervor. Trotz wachsender Besorgnis im Bereich der öffentlichen Gesundheit nimmt der Alkoholkonsum in mehreren Regionen der Welt weiter zu, darunter Amerika, der westliche Pazifikraum, Subsahara-Afrika und Südostasien. Der Konsum ist derzeit in Europa am höchsten, wo das Bewusstsein nach wie vor gering ist: Weniger als die Hälfte der Menschen weiß, dass Alkohol Krebs verursachen kann.

In einem düster beleuchteten Wohnzimmer hält eine Frau zwei Kinder schützend im Arm, beide blicken besorgt auf einen Mann, der mit dem Rücken zur Kamera steht und eine Flasche in der Hand hält.
Foto KI-generiert

Weltweit tragen Frauen und Kinder die Hauptlast des Alkoholkonsums von Männern und sind mit Gewalt, finanziellen Schwierigkeiten und einem zerstörten Leben konfrontiert. Regierungen versäumen es, diese Auswirkungen anzugehen, wodurch Familien schutzlos bleiben. Es ist an der Zeit, sich mit den geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Alkoholkonsums auseinanderzusetzen und Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Frauen und Kinder zu fordern. Unsere neue globale Forschungszusammenfassung deckt die versteckten Schäden des Alkoholkonsums von Männern auf und zeigt, dass politische Entscheidungsträger*innen dringend handeln müssen.

Bunte Häuser auf der Insel Uummannaq, Grönland. Im Hintergrund ist eine Gletscherlandschaft zu sehen. Uummannaq liegt 590 Kilometer nördlich des Polarkreises.

Die Regierung Grönlands hat dem grönländischen Parlament gerade Expertenempfehlungen für eine mehrjährige, evidenzbasierte Alkoholpolitik vorgelegt. Die Empfehlungen sollen die Grundlage für eine breite politische Einigung über die Alkoholpolitik bilden, die den Rahmen für die weitere Arbeit an einer langfristigen und nachhaltigen Alkoholpolitik schaffen kann.