
Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes hat davor gewarnt, dass die Vermarktung von Alkohol an Kinder langfristige Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben und ihr Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung beeinträchtigen kann. Gemäß der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (UNCRC), die nun in schottisches Recht übernommen wurde, ist die schottische Regierung verpflichtet, das Recht jedes Kindes auf das höchstmögliche Gesundheitsniveau zu wahren. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkoholwerbung ist ein wesentlicher Bestandteil der Erfüllung dieser Pflicht.
Kinder und Jugendliche haben das Recht, angehört zu werden und dass ihre Meinung ernst genommen wird. Kinder und Jugendliche in Schottland erkennen, wie präsent und stark vermarktet Alkohol ist, und fordern, dass dagegen vorgegangen wird.
- Im Jahr 2019 forderten Mitglieder des schottischen Kinderparlaments (im Alter von 9 bis 11 Jahren), dass Werbung entfernt wird, damit Kinder sie nicht sehen können, und dass Alkohol in Geschäften weniger sichtbar ist.
- Im Jahr 2020 empfahl das Young Scot Health Panel (im Alter von 14 bis 25 Jahren) obligatorische Kontrollen für die Vermarktung von Alkohol, darunter Beschränkungen für Alkoholwerbung im Fernsehen, in Kinos und an öffentlichen Orten.
- Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen, die im Rahmen des Jugendbeteiligungsprojekts von »Children in Scotland« zum Thema Alkoholwerbung in Schottland im Zeitraum 2022 – 23 ihre Meinung äußerten, sprach sich generell für eine Einschränkung der Alkoholwerbung aus.
Auswirkungen der Alkoholwerbung
Im September 2025 veröffentlichte Public Health Scotland (PHS) eine von der schottischen Regierung in Auftrag gegebene Evidenzübersicht, um ihre künftigen Entscheidungen darüber zu untermauern, ob und wie die Vermarktung von Alkohol eingeschränkt werden soll. Darin wurde festgestellt, dass
die Vermarktung und Werbung für Alkohol allgegenwärtig und überzeugend ist und dass die häufige Konfrontation damit den Alkoholkonsum und damit verbundene Schäden fördert, auch bei Kindern und Jugendlichen.«
PHS kam zu dem Schluss, dass die Einführung von Beschränkungen für Alkoholwerbung und ‑vermarktung ein wirksames und kostengünstiges Mittel ist, um den Alkoholkonsum zu reduzieren.
Kampagne für eine alkoholfreie Kindheit

Alcohol Focus Scotland hat sich mit British Medical Association (BMA) Scotland, Children in Scotland, Scottish Families affected by Alcohol and Drugs (SFAD) und Scottish Health Action on Alcohol (SHAAP) zusammengeschlossen, um den schädlichen Auswirkungen der Alkoholwerbung auf Kinder und Jugendliche in Schottland ein Ende zu setzen.
Die Kampagne für eine alkoholfreie Kindheit wird von über 60 Organisationen unterstützt.
Über 80 Mitglieder des schottischen Parlaments aus allen Parteien unterstützen eine alkoholfreie Kindheit. Dazu gehören der Erste Minister John Swinney, der Kabinettsminister für Gesundheit und Soziales Neil Gray und die Ministerin für Alkohol- und Drogenpolitik sowie Sport Maree Todd.
Alkoholwerbung führt dazu, dass Kinder und Jugendliche früher mit dem Alkoholkonsum beginnen, mehr trinken und problematische Mengen konsumieren. Wir müssen mehr tun, um dies zu verhindern.
Jugendliche sind aufgrund ihrer körperlichen Unreife und geringeren Toleranz besonders anfällig für die Auswirkungen von Alkohol. Früher Alkoholkonsum führt zu Verhaltensmustern, die oft bis ins Erwachsenenalter fortbestehen und die Wahrscheinlichkeit einer Alkoholabhängigkeit und schädlichen Konsumgewohnheiten im späteren Leben erheblich erhöhen.
Kurzinformation
Neue Initiative fordert Gesetz zum Schutz von Kindern vor Alkohol- und Nikotin-Marketing

Kinder haben ein Recht auf den bestmöglichen Schutz ihrer Gesundheit. Doch die allgegenwärtige Werbung für Alkohol und Nikotin verführt sie zum Konsum dieser gesundheitsschädlichen Produkte. Werbung erhöht die Attraktivität der beworbenen Produkte und normalisiert den Umgang mit Alkohol und Nikotin in der Gesellschaft.
Der Koalitionsvertrag 2021 – 2025 sieht vor, die »Regelungen für Marketing und Sponsoring bei Alkohol, Nikotin und Cannabis« zu verschärfen.
Quelle: Alcohol Focus Scotland
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