Alkohol und Herz
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) sind nach wie vor die häufigste Todesursache in der Europäischen Union. Sie sind für etwa 1,7 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich und verursachen durch Gesundheitskosten, Produktivitätsverluste und weiterreichende soziale Folgen eine geschätzte wirtschaftliche Belastung von 282 Milliarden Euro jährlich. Trotz bedeutender Fortschritte in der medizinischen Forschung und Behandlung ist die Belastung durch HKE in der Union weitgehend vermeidbar, da die meisten kardiovaskulären Todesfälle auf veränderbare Risikofaktoren wie Tabakkonsum, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Umwelteinflüsse zurückzuführen sind. Die Belastung durch HKE ist weitgehend vermeidbar, da die meisten kardiovaskulären Todesfälle auf veränderbare Risikofaktoren wie Tabakkonsum, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und Umwelteinflüsse zurückzuführen sind. Dennoch sind derzeit nur wenige Mitgliedstaaten auf dem Weg, die vereinbarten globalen Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die demografische Alterung in Verbindung mit der anhaltenden Exposition gegenüber diesen Risikofaktoren die Krankheitslast weiter erhöhen wird, wenn keine nachhaltigen Maßnahmen über den gesamten Lebensverlauf hinweg ergriffen werden. Diese Entschließung ist eine Reaktion auf den Europäischen Plan für Herz-Kreislauf-Gesundheit: den »Safe Hearts Plan«, der am 16. Dezember 2025 von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde, und legt den Standpunkt des Europäischen Parlaments zu dessen Prioritäten, Umsetzung und Steuerung dar.
Der EU-Aktionsplan für Herz-Kreislauf-Gesundheit (Safe Hearts Plan) ist eine strategische Antwort auf die größte gesundheitliche Herausforderung der EU. Sein Ziel ist es, durch eine Reihe gezielter, ehrgeiziger und wirkungsvoller Maßnahmen greifbare Vorteile für die Bürger*innen, die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft zu erzielen. Der Safe Hearts Plan stützt sich auf drei Säulen – Prävention, Früherkennung und Vorsorge sowie Behandlung und Pflege (einschließlich Rehabilitation) – und wird durch drei übergreifende Themenbereiche unterstützt: digitale Innovation, Forschung und Wissen sowie Bekämpfung von Ungleichheiten. Er zielt darauf ab, die nationalen Politiken zu stärken und gleichzeitig einen klaren Mehrwert für die EU zu schaffen.
Factsheet der EU-Kommission zu ihrem »Sichere-Herzen-Plan«, in dem Alkohol als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht erwähnt wird.
Das European Heart Network (EHN) veröffentlicht sein neues Positionspapier zu den Auswirkungen des Alkoholkonsums auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieses umfassende Papier stellt lang gehegte Überzeugungen in Frage und bietet einen kritischen Überblick über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Alkohol und Herzgesundheit.
Dieses Positionspapier wurde auf der Grundlage umfangreicher Forschungsarbeiten und Literaturrecherchen von Dr. Tim Stockwell und seinen Kolleg*innen erstellt.
Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen, aber die Einzelheiten des Zusammenhangs sind unvollständig, insbesondere in Bezug auf die Assoziation bei niedrigem Alkoholkonsum, und es liegen keine Metaanalysen für nicht-experimentelle Kohortenstudien vor.
Der World Heart Report, der auf dem World Heart Summit 2023 vorgestellt wurde, bietet die erste umfassende Analyse von Daten zu Risiko und Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit sowie eine einzigartige Analyse der länderspezifischen Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ein bahnbrechender neuer Bericht über den Zusammenhang zwischen Alkohol, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt, dass Alkoholkonsum nur negative Auswirkungen auf ischämische Herzkrankheiten, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat.
In einer kurzen Umfrage unter den Mitgliedern der World Heart Federation stimmten 44,4 % der Befragten »voll und ganz« und 51,9 % der Befragten »zu«, dass nationale kardiologische Stiftungen/Gesellschaften Leitlinien veröffentlichen und sich für nationale Maßnahmen einsetzen sollten, um die Auswirkungen von Alkohol auf die kardiovaskuläre Gesundheit anzugehen. Dieser Leitfaden fasst die Ergebnisse zusammen:
- Epidemiologie und Pathophysiologie des Alkoholkonsums
- Zusammenfassung der Debatte über Schaden und Nutzen von Alkohol
- Empfehlungen für eine verstärkte Alkoholkontrolle auf globaler Ebene
Vorbeugung der nächsten Pandemie: Das Argument für Investitionen in die Kreislaufgesundheit.
Positionspapier einer globalen Koalition für die Gesundheit des Kreislaufs.
Alkohol, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Industriefinanzierung: Eine Analyse von systematischen Übersichtsarbeiten unter Mitautorenschaft.
Die Auswirkungen von Alkohol auf die Herzgesundheit sind Gegenstand einer großen wissenschaftlichen Kontroverse. Die Autor:innen haben eine Netzwerkanalyse der systematischen Übersichten über die Auswirkungen von Alkohol auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt, um die Muster der Ko-Autorenschaft in der Literatur zu untersuchen, wobei der Finanzierung durch die Industrie besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
Autor:innen: Su Golder (E-Mail: ) und Jim McCambridge
Zitierung: Golder, S. and McCambridge, J., 2021. Alcohol, cardiovascular disease and industry funding: A co-authorship network analysis of systematic reviews. Social Science & Medicine, 289, p.114450.
Quelle: Social Science & Medicine
Datum der Veröffentlichung: 1. Oktober 2021
Im Gegensatz zu anderen kardiovaskulären Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinsuffizienz, war selbst ein mäßiger gewohnheitsmäßiger Alkoholkonsum von 1,2 Getränken pro Tag mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern verbunden, was bei dessen Vorbeugung berücksichtigt werden muss.
Autor*innen: Dora Csengeri, Ngoc-Anh Sprünker, Augusto Di Castelnuovo, Teemu Niiranen, Julie Kk. Vishram-Nielsen, Simona Costanzo, Stefan Söderberg, Steen M. Jensen, Erkki Vartiainen, Maria Benedetta Donati, Christina Magnussen, Stephan Camen, Francesco Gianfagna, Maja-Lisa Løchen, Frank Kee, Jukka Kontto, Ellisiv B. Mathiesen, Wolfgang Koenig, Stefan Blankenberg, Giovanni de Gaetano, Torben Jørgensen, Kari Kuulasmaa, Tanja Zeller, Veikko Salomaa, Licia Iacoviello und Renate B. Schnabel
Quelle: European Heart Journal, Volume 42, Issue 12, 21 March 2021, Pages 1170–1177, https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehaa953
Datum der Veröffentlichung: 13. Januar 2021
Niedriger bis moderater Alkoholkonsum hat offenbar doch keine herz- und gefäßschützende Funktion. Zu diesem Ergebnis kommen eine Reihe von Studien, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Rom vorgestellt wurden.
Quelle: Pressetext DGK 08/2016