
Das italienische Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit dem Istituto Superiore di Sanità (ISS) eine neue nationale Kampagne unter dem Motto »Zero alcol in gravidanza« (Kein Alkohol in der Schwangerschaft) gestartet, um das Bewusstsein für die Risiken des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft zu schärfen.
Die Kampagne begann am 9. September 2026, dem Welt-Aktionstag zur Aufklärung über fetale Alkoholspektrumstörungen, und läuft bis Ende November.
Die wissenschaftlichen Inhalte wurden gemeinsam mit Expert*innen des ISS und der Italienischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SIGO) erarbeitet und umfassen unter anderem eine Reihe von speziellen Videointerviews.

Für deine Kinder würdest du alles tun, sogar während der Schwangerschaft keinen Alkohol mehr trinken.
Die Kampagne macht darauf aufmerksam, dass Alkoholkonsum während der Schwangerschaft dem sich entwickelnden Fötus bleibende Schäden zufügen kann. Alkohol und seine Stoffwechselprodukte passieren die Plazenta, und pränataler Alkoholkonsum kann zu fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) führen, zu denen körperliche Anomalien, Wachstumsstörungen sowie neurologische Entwicklungsstörungen gehören können, die das Verhalten, das Lernvermögen und die kognitiven Funktionen beeinträchtigen. Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) stellt die schwerste klinische Form innerhalb dieses Spektrums dar.
Eine der Kernbotschaften der Kampagne lautet, dass es keine bekanntermaßen unbedenkliche Alkoholmenge während der Schwangerschaft gibt. Der Fokus der Kampagne geht zudem über die Schwangerschaft selbst hinaus und richtet sich auch an Frauen und Paare, die eine Schwangerschaft planen. In der Kampagne wird darauf hingewiesen, dass die Prävalenz von FASD aufgrund von Schwierigkeiten bei der Diagnose und der Feststellung einer pränatalen Alkoholexposition nach wie vor schwer einzuschätzen ist, während europäische Studien darauf hindeuten, dass Alkoholkonsum während der Schwangerschaft weiterhin relativ verbreitet ist.
»Zero alcol in gravidanza« richtet sich sowohl an die Öffentlichkeit – insbesondere an junge Frauen, Paare im gebärfähigen Alter und Menschen, die eine Schwangerschaft planen – als auch an medizinisches Fachpersonal, darunter Allgemeinmediziner*innen, Kinderärzt*innen, Gynäkolog*innen und Hebammen. Die Kampagne wird über die Social-Media-Kanäle des Gesundheitsministeriums und des ISS mit Beiträgen, Karussells, Reels und Videos laufen. Der Kommunikationsstil verzichtet bewusst auf Schuldzuweisungen oder Moralisierung und präsentiert stattdessen eine alkoholfreie Schwangerschaft als eine natürliche und unterstützende Entscheidung im Rahmen des Alltags als Eltern.
So lobenswert Aufklärungskampagnen auch sind, ohne Verhältnisprävention bleiben ihre Ergebnisse vergleichsweise bescheiden. Auch in Italien fehlen gesetzlich vorgeschriebene Warnhinweise auf alkoholhaltigen Produkten. Dabei wäre schon eine Lösung nach australisch/neuseeländischem Vorbild hilfreich.

Vorsicht bei Schwangerschaft! Alkohol kann Ihr Baby lebenslang schädigen.
Litauen verstärkt seine Reaktion auf FASD

Das Universitätsklinikum Klaipeda verstärkt seine Bemühungen, die Erkennung von fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) in Litauen zu verbessern – im Rahmen des internationalen FASD-Bridge-Projekts, das gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und Polen durchgeführt wird.
Solange Alkohol als »Kulturgut« gilt, werden Kinder mit FASD geboren

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind zu irreversiblen Schädigungen führen. In Deutschland sind etwa 800.000 Menschen von fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) betroffen. Anlässlich des »Internationalen FASD-Tags« am 9. September weisen zahlreiche Verbände und Einrichtungen in Deutschland darauf hin, dass eine bessere Versorgung und mehr Beratung dringend benötigt werden, damit diese Behinderung nicht länger unsichtbar bleibt und stigmatisiert wird.
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Quelle: Alcohol Awareness – Ein Archiv mit Aufklärungskampagnen zum Thema Alkohol, Videos, Plakaten, Clips, Infografiken, Dokumentarfilmen und weiteren Materialien. Betrieben vom Nordic Alcohol and Drug Policy Network (NordAN).
Übersetzt mit www.DeepL.com
