Kampagnenmotiv zur Alkoholprävention: Silhouette eines händchenhaltenden Paares vor lila Hintergrund, deren gemeinsamer Schatten die Form einer Flasche bildet. Dazu der Text: »Hinter jeder Alkoholabhängigkeit steht eine Geschichte.«

Menschen mit Alkoholproblemen oder einer Abhängigkeit sehen sich oft mit Vorurteilen und negativen Reaktionen konfrontiert. Das kann dazu führen, dass Betroffene nicht über ihre Situation sprechen und erst spät Unterstützung suchen. Der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme am 21. Mai 2026 rückt weitverbreitete Mythen über Alkoholabhängigkeit in den Fokus und setzt ein Zeichen für einen respektvollen und informierten Umgang mit betroffenen Menschen.

Sindra Berndt – Porträt vor symbolischer Darstellung besorgter EU-Bürger*innen vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel.

In dieser Analyse deckt Sindra Berndt auf, wie die Europäische Kommission das einzige Wort »Dringlichkeit« einsetzte, um der Weinindustrie privilegierten Zugang zu verschaffen, damit diese die EU-Politik in ihrem eigenen engen Interesse mitgestalten konnte, während die öffentliche Konsultation umgangen, auf eine Folgenabschätzung verzichtet und Stimmen aus dem Bereich der öffentlichen Gesundheit ausgeblendet wurden.

Die Flaggen der baltischen Staaten – Lettland, Litauen und Estland – wehen an weißen Fahnenmasten auf einem Sandstrand neben dem Meer unter einem blau-weißen Wolkenhimmel.

Zwischen 2000 und 2022 haben Litauen, Estland und in geringerem Maße auch Lettland 16 bedeutende Maßnahmen der Alkoholpolitik umgesetzt, die darauf abzielten, die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern und die Alkoholsteuern zu erhöhen. Es zeigte sich, dass diese Maßnahmen – über die langfristigen regionalen Trends hinaus – den Pro-Kopf-Alkoholkonsum, die Gesamtsterblichkeit sowie die alkoholbedingte Sterblichkeit erfolgreich gesenkt, die Alkoholkonsumgewohnheiten verändert und Ungleichheiten bei der Sterblichkeit verringert haben. Dieser Beitrag konzentriert sich auf neue Erkenntnisse seit 2022 und bietet eine Perspektive darauf, was andere Länder mit hohem Einkommen innerhalb der Europäischen Union (EU) und darüber hinaus aus den Erfahrungen der baltischen Staaten, insbesondere Litauens, lernen können.

Veranstaltungssaal mit Bühne und Publikum. Auf den großen Leinwänden über der Bühne werden Informationen zu einer Rednerin aus der Ukraine (Olha Stefanishyna) und dem aktuellen Redner Dr. Reinhardt eingeblendet.

Der 130. Deutsche Ärztetag hat heute in Hannover eine konsequent wissenschaftsbasierte Weiterentwicklung der Suchtmedizin und Suchtpolitik in Deutschland gefordert. Die Abgeordneten sprachen sich für mehr Prävention, eine nachhaltige Stärkung der Suchthilfe und der suchtmedizinischen Kompetenzen sowie den Abbau von Stigmatisierung gegenüber Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen aus.