Das Logo zeigt eine Grafik mit einem dunklen Kreis, in dem zwei Kinder in grün und orange nebeneinander mit ausgestreckten Armen hervorspringen. Daneben der Text: Kinder ohne Alkohol und Nikotin.

Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin

Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

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alkoholkennzeichnung gesundheitswarnungen

Warum stehen auf Mineralwasser mehr Verbraucher-Infos als auf Wein?

Mit Unterstützung der Europäischen Union und einiger europäischer Mitgliedsstaaten konnte das Projekt »EUCAM« durchgeführt werden als auch weitere Untersuchungsarbeit angestossen werden. Eucam könnte frei übersetzt werden mit: Europäisches Zentrum zur Überwachung der Alkoholwerbung. In Deutschland ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) beteiligt.

Bereits Anfang 2011 erschien eine Broschüre, leider nur in englischer Sprache, die unter dem Titel »Die sieben Kernaussagen der Alkoholindustrie« erschien. Sie finden diese lesenswerte Broschüre unter

Die Alkohol-und die Tabakindustrie verkaufen Produkte, die gefährlich für die Gesundheit sind. Aus diesem Grund planen bzw. ergreifen die Regierungen Maßnahmen, um den Konsum ihrer Produkte zu verringern. So zum Beispiel die Steuern zu erhöhen, geringere Altersgrenzen für die Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabak einzuführen, Warnhinweise auf den Packungen vorzuschreiben oder die Werbung für diese Produkte einzuschränken oder zu verbieten.

Ein Blick in die Literatur zeigt, dass die Alkohol- und Tabak-Unternehmen traditionell eng zusammenarbeiten, um sich gegen diese Pläne zur Regulierung auszutauschen und diese nach Möglichkeit zu verhindern. Sie verwenden ähnliche Argumente, um ihre Produkte zu verteidigen und Restriktionen zu verhindern oder zu verzögern (Bond et al. 2010).

Die Absicht der vorgelegten Broschüre ist es, Fachleute über die Versuche der Alkoholindustrie zu informieren, wie diese versucht, Alkoholpolitik global zu beeinflussen und anschließend branchenweit Methoden entwickelt, um wirksame Strategien der Europäischen Union, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Regierungen zu verhindern.

Dabei sind es sieben Kernaussagen, die immer wiederholt und variiert werden. Gut, diese Argumente zu kennen und zu wissen, warum sie wirken, obwohl sie falsch sind.

Hier die Argumente der Industrie – die richtigen Antworten finden Sie in der Broschüre, gut begründet und übersichtlich dargestellt. Es ist zu hoffen, dass in absehbarer Zeit eine deutsche Fassung erscheint.

Botschaft 1: Der Konsum von Alkohol ist normal, üblich, gesund und sehr verantwortungsbewusst.

Botschaft 2: Die alkoholbedingten Schäden werden von einer kleinen Gruppe von Menschen, die nicht mit Alkohol umgehen können, verursacht.

Botschaft 3: Es gibt keine normalen erwachsenen Menschen, die keinen Alkohol trinken.

Botschaft 4: Ignorieren Sie die Tatsache, dass Alkohol eine gefährliche und abhängig machende Substanz ist.

Botschaft 5: Die mit dem Alkohol verbundenen Probleme können nur gelöst werden, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten.

Botschaft 6: Alkoholwerbung ist nicht schädlich. Sie dient lediglich – im Sinne von Verbraucherschutz – dazu, den Kunden bei der Auswahl eines Produktes oder einer Marke zu unterstützen.

Botschaft 7: Die Aufklärung über einen verantwortlichen Umgang ist die beste Methode, die Gesellschaft vor alkoholbedingten Problemen zu schützen.