Das Logo zeigt eine Grafik mit einem dunklen Kreis, in dem zwei Kinder in grün und orange nebeneinander mit ausgestreckten Armen hervorspringen. Daneben der Text: Kinder ohne Alkohol und Nikotin.

Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin

Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

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Andrea Lavesson, Präsidentin des europäischen Jugendverbandes ACTIVE – sobriety, friendship, peace fordert anlässlich der CoA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien weitere Schritte, um zu verhindern, dass die Kindheit vieler Kinder in Europa durch Sucht im Elternhaus zerstört wird: »Der Valentinstag bietet die beste Gelegenheit, unsere Herzen zu öffnen und das Leid von 9 Millionen unschuldigen Kindern in Europa wahrzunehmen.«

Europa, so Lavesson, ist die am heftigsten Alkohol konsumierende Region der Welt. In 16 Prozent aller Fälle von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung sei der Alkohol ursächlicher Faktor. Studien belegten, dass Kinder von Eltern mit Alkoholkonsumstörungen höheren Gesundheitsrisiken sowie negativen Einflüssen auf ihre intellektuellen Fähigkeiten und ihre geistige Gesundheit ausgesetzt sind. Auch habe die Forschung gezeigt, dass ein Drittel der Kinder aus alkoholkranken Familien selber abhängig von Alkohol würde.

»Kinder und junge Leute mit alkoholkranken Eltern leben oft sowohl in emotionaler wie in materieller Armut«, sagt Andrea Lavesson von ACTIVE. »Es ist moralisch, wirtschaftlich und sozial zwingend notwendig, Schaden vorzubeugen, und in die Kinder und jungen Leute, in ihre Hoffnungen und Träume zu investieren. Wir brauchen eine neue EU-Alkoholstrategie und evidenzbasierte Alkoholpolitik in den Mitgliedsstaaten. Kommunen müssen in Unterstützungsstrukturen für Kinder suchtkranker Eltern investieren. Schulen brauchen effektive Alkohol-Richtlinien. Lehrer brauchen Wissen, wie sie betroffene Kinder und Jugendliche erkennen. Journalisten müssen helfen, das Tabu zu brechen, das um dieses Thema immer noch existiert. Und als Gesellschaft müssen wir sicherstellen, dass Kinder alkoholabhängiger Eltern spüren, dass auch sie eines Tages ein besseres Leben haben können.«

Quelle: Pressemitteilung von ACTIVE, übersetzt von NACOA Deutschland