Das Logo zeigt eine Grafik mit einem dunklen Kreis, in dem zwei Kinder in grün und orange nebeneinander mit ausgestreckten Armen hervorspringen. Daneben der Text: Kinder ohne Alkohol und Nikotin.

Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin

Aktionsbündnis Nichtrauchen • Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung • Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit • Astra Plus • Blaues Kreuz Deutschland • Bundesärztekammer • Centre for Health and Society (chs) am Universitätsklinikum Düsseldorf • Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen • Deutsches Krebsforschungszentrum • Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser/Rauchfrei Plus • Frauen Aktiv Contra Tabak • Friedensband • Guttempler in Deutschland • Health Care Plus • IFT-Nord • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) • Movendi International • NACOA Deutschland – Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien • Nichtraucherbund Berlin-Brandenburg • Nichtraucherschutzverband Deutschland • Unfairtobacco • Vivantes

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Warum stehen auf Mineralwasser mehr Verbraucher-Infos als auf Wein?

Darüber gibt es in der Öffentlichkeit keine Diskussion mehr: An Kinder und Jugendliche darf kein Alkohol verkauft werden. Es stellt sich jedoch die Frage, wie es dann möglich ist, dass immer wieder Kinder und Jugendliche alkoholisiert angetroffen werden oder aber schlimmstenfalls mit Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Es sind immer Erwachsene, durch deren Hände auch diese alkoholischen Getränke gegangen sind. Jedes Glas Alkohol, welches Kinder und Jugendliche trinken, haben Erwachsene ermöglicht. Was kann man dagegen tun?

In einer gerade im Auftrag des Projektes »alkoholpolitik.de« durchgeführten repräsentativen Umfrage durch tns-emnid sprechen sich 82 % der Bundesbürger dafür aus, dass Testkäufe auch mit Jugendlichen unter 18 Jahren durchgeführt werden sollen. In der Vergangenheit gab es immer häufiger diese Testkäufe, und immer wieder musste festgestellt werden, dass zum Teil über 50 % der Kioske und Läden sich nicht an die Vorschriften hielten. Möglich waren diese Testkäufe bisher aber nur mit Personen, die jung wirkten, bis jetzt dürfen Minderjährige nicht an Testkäufen beteiligt werden.

Die Umfrageergebnisse machen deutlich: Das Problem des Alkoholkonsums von Minderjährigen ist inzwischen so groß geworden, dass 78 % der Männer und sogar 86 % der Frauen dafür plädieren, Testkäufe unter realistischen Bedingungen durchzuführen, damit deutlich wird, wer Alkohol verkauft bekommt, obwohl dies gesetzlich nicht zulässig ist.

Während sich von den 14–29jährigen 84 % für Testkäufe mit unter 18jährigen stark machten, und diese Zustimmung in der Elterngeneration (40–49 Jahre) auf 92 % steigt, sehen die über 60jährigen das etwas gelassener: Lediglich 70 % sprechen sich für entsprechende Testkäufe aus.

Generell wird deutlich: Eine Gesetzesänderung hat eine breite Mehrheit in der Bevölkerung, die Dimensionen der Alkoholpolitik sind in der breiten Bevölkerung angekommen.

Fakten:

Umfrage tns-emnid Mitte Dezember 2011:

Um die Einhaltung des Jugendschutzes zu überprüfen, werden mancherorts sogenannte »Testkäufe« mit jugendlichen Testkäufern unter 18 Jahren durchgeführt. Sind Sie für oder gegen solche »Testkäufe«? 
Bin für »Testkäufe« mit Jugendlichen unter 18 Jahren 82 %
Bin gegen »Testkäufe« mit Jugendlichen unter 18 Jahren 17 %
Weiß nicht / keine Angabe 1 %