Alkoholpolitik - Europa

28 Mär 2012

WHO Europa legt neuen Bericht über Alkohol in der EU vor

Im Rahmen einer Konferenz zum Thema »Alkoholpolitik« stellte das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisaation (WHO) in Kopenhagen am 27. März 2012 den Bericht über »Alkohol in der Europäischen Union« vor. »Die Botschaft dieses neuen Berichtes ist, dass die alkoholbedingte Belastung der Gesundheitssysteme in Europa vermeidbar ist«, sagte Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa.

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22 Mär 2012

Die falschen Behauptungen der Alkoholindustrie

Mit Unterstützung der Europäischen Union und einiger europäischer Mitgliedsstaaten konnte das Projekt »EUCAM« durchgeführt werden als auch weitere Untersuchungsarbeit angestossen werden. Eucam könnte frei übersetzt werden mit: Europäisches Zentrum zur Überwachung der Alkoholwerbung. In Deutschland ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) beteiligt.

Bereits Anfang 2011 erschien eine Broschüre, leider nur in englischer Sprache, die unter dem Titel »Die sieben Kernaussagen der Alkoholindustrie« erschien. Sie finden diese lesenswerte Broschüre unter >>Dokumente>>Grundsatzpapiere>>Europäische Union

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14 Feb 2012

Kinder in emotionaler und materieller Armut

Andrea Lavesson, Präsidentin des europäischen Jugendverbandes ACTIVE – sobriety, friendship, peace fordert anlässlich der CoA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien weitere Schritte, um zu verhindern, dass die Kindheit vieler Kinder in Europa durch Sucht im Elternhaus zerstört wird: »Der Valentinstag bietet die beste Gelegenheit, unsere Herzen zu öffnen und das Leid von 9 Millionen unschuldigen Kindern in Europa wahrzunehmen.«

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06 Jan 2012

Alkohol und Sex: Ein Cocktail für riskantes Sexualverhalten

Das »Royal College of Physicians (RCP)” und die Britische Gesellschaft für sexuelle Gesundheit und HIV (BASHH) legten in den letzten Tagen eine neue Studie zum Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und sexuellem Verhalten junger Menschen vor. Diese Studie wurde im Rahmen der Zulieferungen für das Forum »Alkohol und Gesundheit« der Europäischen Kommission erstellt. In der Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die bestehenden Dienste im Bereich der sexuellen Aufklärung viel zu wenig mit den Gefahren des Alkoholkonsums auseinandersetzen.

In Großbritannien werden in jedem Jahr mehr als eine Million junge Menschen durch die Beratungsdienste für sexuelle Gesundheit erreicht. Der Bericht weist darauf hin, dass diese Kontakte eine einzigartige Möglichkeit sind, Schlüsselbotschaften zur Reduzierung des Alkoholkonsums zu vermitteln, insbesondere für diejenigen jungen Menschen, die einen riskanten Konsum betreiben.

Das wird damit begründet, dass die Untersuchung eindeutige Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum auf der einen und problematischem sexuellen Verhalten auf der anderen Seite aufzeigt. Dazu nur wenige Fakten:

  • 82 % der 16–30jährigen Befragten berichten, dass sie vor dem Sex Alkohol trinken;
  • Bei Menschen, die übermäßig Alkohol konsumieren, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern haben, eindeutig höher;
  • 20 % der weißen 14–15-jährigen Mädchen berichten, dass sie sexuell »weiter als beabsichtigt« gingen, wenn sie getrunken hatten.

Trotz dieser nachgewiesenen Zusammenhänge hat es kaum Entwicklungen gegeben, um den Alkoholkonsum durch die entsprechenden Beratungsdienste anzusprechen. Deshalb kommen die Verfasser der Studie: »Alkohol und Sex – ein Cocktail für schlechte sexuelle Gesundheit« zu folgenden Empfehlungen:

  • Beratungsdienste für sexuelle Gesundheit sollten Informationen vermitteln, die den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und schlechter sexueller Gesundheit aufzeigen und entsprechende Ratschläge für einen sensiblen Konsum geben;
  • Alle Beratungsdienste, insbesondere in den Kliniken, sollten darin geschult werden, sich nach dem Alkoholkonsum anhand eines Manuals zu erkundigen.
  • Es sollten neue Vorschriften entwickelt werden die dafür sorgen, dass in den Beratungsdiensten und der ärztlichen Versorgung Screeninginstrumente und Kurzinterventionen eingebaut werden.

Diese spezifischen Empfehlungen müssen ebenso durch eine breite Unterstützung durch die Bevölkerung getragen sein als auch auf den wissenschaftlich begründeten Initiativen, die nachweisen, dass der Alkoholkonsum durch Beeinflussung von Preis, Verfügbarkeit und Marketing reduziert werden kann.

Der komplette Bericht kann hier heruntergeladen werden.

22 Nov 2011

Wirtschaftliche Schäden durch Alkohol in Slowenien

Im Oktober 2011 nahmen mehr als 30 Experten aus Slowenien an einem zweitägigen Workshop zum Thema Kompetenzbildung in Ljubljana teil, in dem es um eine Einschätzung der ökonomischen Belastung des Landes durch Alkoholkonsum ging. Dieser ist in Slowenien relativ hoch und liegt über dem Durchschnitt für die Länder der Europäischen Union. Um sinnvolle alkoholpolitische Handlungskonzepte für das Land empfehlen zu können, ist ein ausreichendes Verständnis der ökonomischen Schäden aufgrund alkoholbedingter Erkrankungen erforderlich. Das slowenische Gesundheitsministerium ist bestrebt, die Anstrengungen zur Senkung des hohen durchschnittlichen Alkoholkonsums zu verstärken.

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